News of the Speläoclub (caving club) Berlin

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Last modified: 31.01.2017 18:55

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SCB Newsletter

ISSN 1618–4785

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October 2016

28. Oktober bis 1. November 2016

Lettomanoppello – italienische Speläo-Party 2016

Weit über tausend Höfos versammelten sich Ende Oktober zur jährlichen italienischen Höhlensause, die vor vielen Jahren in Casola erfunden wurde und gelegentlich an andere Austragungsorte wechselt: Diesmal nach Lettomanopello, der Stadt der Steine, in den Abruzzen, nicht weit vom Adriahafen Pescara und dem Nationalpark Majella entfernt. Der sehenswerte kleine Ort mit rund 3000 Einwohnern besaß die Toleranz, die Durchgangsstraße mit Festzelten nahezu blockieren zu lassen und bis spät in die Nacht hinein Life-Bands und lärmende Speleos zu ertragen. Die Veranstaltungsräume, Ausrüstungsstände und der Zeltplatz waren über die ganze Stadt verteilt, teilweise mit mehreren Kilometern (steiler) Fußwege dazwischen. Zwar war das Wetter durchgehend sonnig, aber die ständig kursierenden Shuttlebusse waren wirklich nötig. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass der SCB-Stand extrem peripher im Steine-Museum untergebracht war, wo ansonsten nur Posterausstellungen standen. Gottseidank erbarmte sich Patrick Dériaz vom schweizer Verband, einen halben Tisch für mich frei zu räumen, so dass der SCB-Stand direkt an den Festzelten „zu stehen“ kam. Unterzeichner steuerte drei (englische, BASTA!) Vorträge und einen Workshop zu den EuroSpeleo Projects-Zuschüssen für Events/Expeditionen des europäischen Verbandes zur Tagung bei und im Gegensatz zu vielen bisherigen Italo-Veranstaltungen gab es diesmal ein umfangreiches und gut besuchtes Vortragsprogramm. Außer ein paar Deutschen waren nur noch einige Franzosen, Schweizer und ein Spanier da (vielleicht auch einige unerkannte Slowenen); ansonsten war diesmal die internationale Präsenz eher schwach – vermutlich wegen des recht weit südlichen Veranstaltungsortes. Wegen der Kette von Erdbeben im Herbst 2016 in den Abruzzen wurden wir am Sonntag früh dann von einem kräftigen Erdstoß geweckt. Schäden gab es aber keine und nur die deutschen Teilnehmer/innen waren besorgt (wie immer). Insgesamt eine gut gelungene Tagung mit herzlichen italienischen Gastgeber/innen, wie immer tollem Catering in den Festzelten durch lokale Vereine in einem Land der Weintrinker – ein 0,4er Bier kostete 5 Teuro, während es eine Flasche sehr genießbaren Roten für 4 Euro gab. Da war es ja klar, womit man seine letzten grauen Zellen traktiert und außerdem machte das dann auch unnötig zahlreiche sanitäre Anlagen gänzlich überflüssig (4 Toiletten für über tausend Leute...!).
Michael Laumanns
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September 2016

15. September 2016

Forum Höhlenschutz auf dem Deutschen Naturschutztag in Magdeburg

Kaum zu glauben, wie komplex der Naturschutz heute geworden ist und was man alles dazu sagen kann. Ohne einschlägiges Vorwissen zu EU-Instrumenten, Umweltverträglichkeitsprüfungen usw. waren die teils hochkarätigen Vorträge, die zum Thema Umweltrecht am 15. September auf dem Deutschen Naturschutztag in der Uni Magdeburg gehalten wurden, jedenfalls für Rafael und mich ziemlich anstrengend. Kaum vorstellbar, wie die etwa 700 Teilnehmer/innen solche Präsentationen eine ganze Woche lang überstehen konnten – so lange dauerte jedenfalls die gesamte Veranstaltung.
Die Verbandsvorsitzende Bärbel Vogel hatte am Donnerstagabend ein Höhlenschutzforum organisiert, zu dem das kleine Organisationteam rund um Bärbel, Friedhart Knolle, Anne Ipsen, Hannes Köbele, Sven Bauer und Michael Brust dann auch kräftig zusätzliche Stühle heranschleppen musste, denn der Andrang war enorm. Offenbar hatten die Besucher aber zu später Stunde zur Entspannung vom Vortragsmarathon durchaus ein paar schöne Höhlenbilder erwartet. Diese Erwartung wurde allerdings enttäuscht. Die VdHK-Präsentationen waren eher knochentrocken und bestanden teilweise aus reinen Textvorträgen. Daher nahm die Mehrzahl der Besucher/innen in der Pause Reißaus und es wurde aus meiner Sicht die Chance verpasst, die Höhlenschutz-Message hübsch verpackt rüberzubringen und die Leute bis zum Schluss zu faszinieren.
Naja, Kritik (wird übrigens vom Verband dem Vernehmen nach nicht geteilt ☺) ist immer leicht. Immerhin schon mal sehr gut, dass unser Verband inzwischen solche Veranstaltungen hinbekommt. Das ist ein großer Schritt vorwärts.
Michael Laumanns
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