Archived news of the Speläoclub (caving club) Berlin
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Last modified: 11.09.2011 11:47
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June 2011]
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January 2011]
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Current news]
July 2011
2. – 20. Juli 2011
Südvietnam und Gopark-Konferenz in Hanoi

Im Anschluss an unsere Kurz-Expe nach Südvietnam im Januar 2010 ergab sich im Juli die Gelegenheit, die Arbeiten im Karstgebiet von Ha Tien/Hon Chong weitgehend abzuschließen und nahe Da Nang (eine Flugstunde nördlich von Saigon) neue Ufer anzusteuern.
Unser deutsch-britisches Zwei-Personen-Team konnte bei Ha Tien/Hon Chong 8 weitere Höhlen vermessen. Längste Höhle des Gebietes ist jetzt die Hang Moi Chau mit rund 1 km Länge.
Unmittelbar südlich von Da Nang ragen fünf kleine Kalkberge - die „Marble Mountains“ (Ngu Hanh Son) – über die flache Küstenebene. Der größte Berg mit seinen Höhlen und Tempeln ist eine Attraktion für Touristen. Die größte Höhle des Berges ist die Dong Am Phu, die mit hohen Hallen und Deckenlöchern beeindruckt, obwohl sie nur 302 m lang ist. Insgesamt haben wir während der zweiwöchigen Expe 24 Höhlen mit zusammen rund 2,5 km Gängen dokumentiert.
Zum Abschluss der Tour besuchte ich noch die „Asia-Pacific Geopark Conference“ im nassen und schwülen Hanoi. Die internationale Konferenz hatte 400 Teilnehmer, zwei davon waren Höhlenforscher: Ein Franzose und ich. Aber durch die vielen nichtspeläologischen Teilnehmer und die Tatsache, dass viele Geoparks in Karstgebieten liegen, ergaben sich viele interessante neue Kontakte. Zudem waren meine beiden Vorträge gut besucht, so dass sich auch niemand dem kleinen mitgebrachten BHB-Portfolio entziehen konnte…
ML (Foto: Liz Price)
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June 2011
Ausflug nach Slowenien und KR6-Konferenz in Birmingham
In der Woche vom 20.-24. Juni nahmen zahlreiche SCBler die Gelegenheit wahr, zusammen mit Freunden vom Ingolstädter Höhlenverein einen Ausflug in den Slowenischen Karst zu machen. Dank der hervorragenden logistischen Vorbereitung und Durchführung der süddeutschen Kolleg(inn)en ergaben sich viele Befahrungen von Höhlen-Klassikern. Allerdings gab es auch "Ausfälle": Ein SCBler brachte es fertig, nur eine unerschlossene Höhle zu sehen und statt dessen "Extrem-Scanning" von Literatur in der Bibliothek des Karstinstitus von Postojna zu betreiben - die über 1500 gespeicherten Seiten werden dieses SCB-Mitglied wohl für den Rest des Sommers beschäftigen.... Dank dieses Mitglieds an die tägliche Mitfahrgelegenheit bei Martin Trappe!
Im Karstinstitut fand gleichzeitig die "International Karst School" statt, mit diesmal sehr vielen (ca. 200) Gästen. Viele davon waren bekannte Kollegen und Kolleginnen, so dass die Korridorgespräche gesichert waren.
Unmittelbar im Anschluss an Slowenien nahmen die SCBler Dr.Ompf (Sebastian Breitenbach) und Michael noch an der "Karst Record 6th Conference" an der Uni Birmingham teil. Dazu kommt demnächst ein ausführlicher Artikel im SCB-Newsletter. Die gut besuchte Tagung war in jeder Hinsicht ebenfalls sehr erfolgreich: Endlose Fachsimpelei mit wichtigen Leuten, neue Schriftentäusche und BHB-Projekte gesichert und viele BHBs unters forschende Volk gebracht!
Michael Laumanns
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March 2011
8. März 2011
Neuer BHB zu Meghalaya/Nordost-Indien
Nachdem wir zu Meghalaya bereits die speläologischen Grundlagen im BHB 33 und die Garo Hills im BHB 35 veröffentlicht haben, gibt es - wenn es die Lokführer so wollen - am kommenden Wochenende den dritten Band der Meghalaya-Reihe: Die West Khasi Hills (BHB 42). Der unverwüstliche Herbert Daniel Gebauer hat hierzu wieder ein erschöpfendes Werk verfasst, das er in unserer Reihe herausbringt. Recht so!
ML
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January 2011
13.-29. Januar 2011
Laos 2011
Aller guten Dinge sind drei (Expeditionen, um das Tham Chom Ong System endlich abzuschließen). Daher ging die erste Woche der diesjährigen Laos-Expedition auch wieder nach Oudomxay. Mit kleinem Team (2 Amerikaner, 2 Niederländer, einem Franzosen und mir) konnte die „TCO“ nach mehrtägigem Dschungelcamp schließlich restlos abgeschlossen werden. Die Gesamtlänge der Höhle beträgt jetzt 17.510 m. Am Ranking (3.längste in Laos und 10.längste in SO-Asien) ändert sich damit nichts. Zusammen mit einigen kleineren neuen Höhlen wurden in Oudomxay insgesamt 2,5 km neue Gänge vermessen.
Die zweite Woche ging in die Provinz Sayabouli, wo noch nie zuvor systematische Höhlenforschung stattfand. In der näheren Umgebung des Dorfes Ban Keo wurden innerhalb weniger Tage sensationelle 8,5 km neue Höhlen vermessen, darunter eine 3,5 km lange Flusshöhle (Tham Nam Lot), eine über 1 km lange fossile Höhle (Tham Phafha) sowie die fast 2 km lange Tham Pha Khoun Houay. Aus letzterer Höhle könnte man wohl sogar noch bei einem Totalausfall jeglicher Beleuchtung problemlos wieder herausfinden, indem man sich einfach an den Wänden des einzigen großen Höhlenganges entlang tastet - denn der pottebene Boden besteht ausschließlich aus Bachkieseln ohne irgendwelchen störenden Verbruch oder lästige Stufen.
Das Team harmonierte sehr gut. Der Spruch der Tour kam diesmal von unserem holländischen Kollegen Marcel Dikstra, der absolut zutreffend und tiefsinnig feststellte: “Abîme is the French word for Gouffre!“
Sowohl die Forschungsarbeiten in Oudomxay als auch in Sayabouli fanden im Rahmen von Tourismusprojekten des Deutschen Entwicklungsdienstes DED statt, der sich bestens um die Genehmigungen und die Logistik kümmerte. Dies sicherte uns die Aufmerksamkeit der lokalen Tourismusbehörden, was sich in mehreren Abendessen und Besprechungen mit hochrangigen Offiziellen niederschlug.
Insgesamt gelangten etwa 11 km in die Messbücher. Genug zu tun für die nächsten Wochen…
Michael Laumanns
7. - 10. Januar 2011
Transkarst 2011

Vom 7.-10. Januar fand in Jogjakarta/Indonesien in der geographischen Fakultät der Gadjah Mada Universität die zweite „Transkarst“-Konferenz statt, zu der rund 80 Teilnehmer erschienen, vorwiegend aus Indonesien, Deutschland, Japan, Südkorea und Malaysia. Zwar waren wichtige Karstländer wie China oder Vietnam leider gar nicht vertreten, doch dies tat der gut organisierten Tagung nur wenig Abbruch. Neben den gedruckten Proceedings waren im Tagungsbeitrag von 250 $ noch eine hochwertige Tagungstasche, ein T-Shirt, zwei ganztägige Busexkursionen in den Kegelkarst des Gunung Sewu und zum Merapi-Vulkan, sowie Dauerversorgung mit Snacks und Getränken und eine gelungene Abschlussparty im Karst-Resort des indonesischen Speläo-Verbandspräsidenten enthalten. Die Karstforschung in Jogjakarta besitzt eine gute finanzielle Ausstattung, wie man am kürzlich eröffneten Karstmuseum im Gunung Sewu erkennen kann - das Museum ist vom Feinsten! Zwei Tage waren Fachvorträgen gewidmet, bei denen der SCB einen Überblick über den Stand der Höhlenforschung in den SO-asiatischen Ländern beitrug. Wider Erwarten wurden sogar die SCB-Publikationen (zu Westpreisen!) heftig nachgefragt.
Verblüffend ist der Standard der indonesischen Höhlenforscher. Sowohl der Verband FINSPAC als auch die lokalen Vereine sind sehr aktiv. Die Gruppe in Jogjakarta stellt erstklassige Tropenschlaze her - etwas Vergleichbares ist in Europa nirgends zu bekommen und schon gar nicht zu einem Preis von unter 20 $.
Während der Tagung wurde die Gründung eines asiatischen Speläologenverbandes diskutiert. Hier sind aber noch viele Fragen offen, z.B. die geographische Abgrenzung. Zudem gibt es in vielen asiatischen Ländern weder Karstwissenschaftler, noch Höhlenforscher. Die Diskussion zeigt aber, dass Asien auch in der Karstforschung stark aufholt.
Fazit: Die Tagung war wirklich „value for money“ und es gab viele gute neue Kontakte.
Michael Laumanns (Foto Liz Price)
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