Berliner Höhlenkundliche Berichte,
Inhalt Band 12:
S. Arshadi & M. Laumanns:
Speleological Project Ghar Katalehkhor (Zanjan / Iran)
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Inhaltsverzeichnis

Kapitel Titel Seite
Abstract / Zusammenfassung 4
1 Acknowledgements 5
2 Introduction 6
3 History of Exploration of Ghar Katalehkhor 8
4 Geological and hydrological settings 9
5 Description of Ghar Katalehkhor 13
5.1 First (main) level 13
5.2 Second level 16
5.3 Third level 17
6 Speleogenesis of Ghar Katalehkhor 17
7 Outlook and recommendations 19
8 References 19
Annex 1: Survey of Ghar Katalehkhor
Annex 2: Photo tables

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Zusammenfassung

Während eines speläologischen Forschungsprojektes im September/Oktober 2003, das unter der Schirmherrschaft des Geological Survey of Iran (GSI) und mit logistischer Unterstützung sowohl des GSI, als auch der Provinzregierung von Zanjan durchgeführt wurde, konnte die Höhle Ghar Katalehkhor (auch als Ghar Kotalehkhor bezeichnet) mit 12.860 m Gesamtganglänge zur längsten Höhle des Iran gemacht werden. Das Vermessungsteam bestand aus vier Teilnehmern: H. Akbarzadeh (GSI), Javad Ashjari (Geological Department of Shiraz University), M. Laumanns (D) und Reinhold Scherrer (CH). Die Zusammenarbeit mit der Provinzregierung in Zanjan wurde durch Dr. S. Arshadi (Iran/D) koordiniert.
Die Ghar Katalehkhor wurde 1965 von Bergsteigern aus Hamadan entdeckt. Es handelt sich um eine auf mehreren Etagen verzweigte Höhle mit einem großen Hauptgang, vielen Kulissen, erheblichem Versturz, reichhaltigen Tropfsteinformen und phantastischen Kristallrasen, die zum Teil ganze Hallen über dutzende von Metern auskleiden (z.B. die rund 100 m lange “Wedding Hall").
Die Höhle ist für Touristen erschlossen und hat einen 1.250 m langen Besucherweg, der stellenweise über Stahlbrücken führt. Vom Endpunkt der Führung müssen die Besucher den gesamten Weg zum Eingang zurückgehen, so dass insgesamt eine unterirdische Strecke von 2,5 km zurückgelegt wird.
Die Ghar Katalehkhor ist in Oligozänen/Miozänen Kalken in der Nordflanke einer Antiklinale entwickelt. Sie ist überwiegend phreatischen Ursprungs und in einem Stillwasser–Milieu entstanden. Ein speläogenetisches Modell wird in diesem Bericht vorgestellt.

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